Auch: Deutsche Sperber
DeutschlandZwiehuhnweißauch als Zwergformgefährdet
Der Deutsche Sperber verdankt seinen Namen dem Greifvogel Sperber, dessen Brust eine ähnliche Querbänderung zeigt. Die GEH kürte ihn zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2012“.

Richtwerte laut Rassestandard; Leistungen hängen von Linie, Fütterung und Haltung ab.
Ab 1900 züchtete Otto Trieloff aus Duisburg, einer der Pioniere der deutschen Rassegeflügelzucht, die Rasse aus gesperberten Plymouth Rocks, gesperberten Italienern, Grauen Schotten, gesperberten Bergischen Schlotterkämmen und schwarzen Minorka. Zunächst hieß sie „gesperberte Minorka“; die ersten Stämme zeigte er 1903 in Duisburg. 1907 gründete sich die Sondervereinigung, 1917 folgte die Umbenennung in „Deutsche Sperber“.
Mittelgroßes Landhuhn mit langem, breitem Rumpf, gewölbter Brust und eleganter Gestalt. Von anderen gesperberten Rassen unterscheidet es sich durch rein weiße Ohrscheiben und fleischfarbene Läufe. Die Federn zeigen eine leicht gebogene, unscharfe Querbänderung von Schwarz und Hellblau; bei Hennen ist das dunkle Feld breiter, deshalb wirken sie deutlich dunkler als die Hähne.
Wirtschaftsrasse mit guter Lege- und Fleischleistung. Der Bestand hat sich zuletzt leicht erholt: Der Sonderverein zählte in den 1980er-Jahren nur noch 15 Züchter, heute rund 100 Mitglieder.
Stand: November 2026. Angaben aus mehreren Quellen abgeglichen; bei abweichenden Werten nennen wir den Rassestandard oder beide Angaben. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns gerne über das Anfrageformular unten.