Auch: Silkie
ChinaZier-/Ausstellungshuhncreme bis hellbraunauch als Zwergformeinsteigerfreundlich
Das Seidenhuhn (englisch „Silkie“) ist eine alte Rasse aus Ostasien. Fellartiges Gefieder, schwarzblaue Haut und fünf Zehen machen es unverwechselbar.

Richtwerte laut Rassestandard; Leistungen hängen von Linie, Fütterung und Haltung ab.
Der genaue Ursprung ist unklar. Marco Polo berichtete 1292 nach seiner Reise in die Mongolei und nach China von schwarzen Hühnern mit „katzenhaarigem“ Gefieder; Conrad Gessner beschrieb um 1555 schneeweiße „Wollhühner“ mit schwarzer Haut aus China. Ende des 18. Jahrhunderts sind Seidenhühner in Holland, Westfalen und Burgund belegt – Schausteller führten sie auf Jahrmärkten angeblich als Kreuzung aus Huhn und Kaninchen vor.
Den Konturfedern fehlen die Häkchen, die Federn normalerweise zu einer geschlossenen Fläche verbinden – deshalb wirkt das Gefieder fellartig („seidenfiedrig“). Dazu kommen ein haubenartiger Schopf, leuchtend türkisblaue Ohrscheiben, ein Maulbeerkamm, leicht befiederte Läufe und fünf Zehen. Haut, Knochen und Fleisch sind dunkel bis schwarzblau.
Seidenhühner können nicht fliegen und lassen sich daher in niedrig eingezäunten Gehegen halten. Die Hennen sind sehr gute und zuverlässige Brüterinnen und werden oft als Ammen für Eier anderer Rassen oder Vogelarten eingesetzt. Blau vererbt sich spalterbig: Aus blau × blau fallen etwa 25 % schwarze, 50 % blaue und 25 % splashfarbige Küken.
Stand: November 2026. Angaben aus mehreren Quellen abgeglichen; bei abweichenden Werten nennen wir den Rassestandard oder beide Angaben. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns gerne über das Anfrageformular unten.