Auch: Kriechhuhn, Dachshuhn
DeutschlandLegehuhnweißauch als Zwergformgefährdet
Der Krüper gehört zu den ältesten deutschen Hühnerrassen. Kennzeichen ist die Kurzbeinigkeit: Die Ständer sind nur etwa 7–10 cm lang – daher auch die alten Namen „Kriechhuhn“ und „Dachshuhn“.

Richtwerte laut Rassestandard; Leistungen hängen von Linie, Fütterung und Haltung ab.
Erste Aufzeichnungen über die Rasse reichen bis um 1500 zurück. Conrad Gessner beschrieb 1555 „Kriecher“, später erwähnten sie auch Aldrovandi (1642) und Darwin (1868). Heimat ist das ehemalige Herzogtum Berg sowie Westfalen. In Frankreich und Belgien kennt man verwandte Hühner als „Courtes-pattes“.
Walzenförmiger Rumpf auf sehr kurzen Läufen. Seit Juni 2024 ist zusätzlich eine langbeinige Variante zugelassen.
Kurzbeinige Tiere tragen das sogenannte Kriecher-Gen. Es ist reinerbig tödlich: Werden zwei kurzbeinige Tiere verpaart, sterben rund ein Viertel der Embryonen im Ei ab, ein weiteres Viertel der Küken wird langbeinig. Die Zulassung der langbeinigen Tiere erleichtert deshalb die Erhaltungszucht. Der Bestand ist sehr klein (2013: 79 Hähne, 288 Hennen).
Bildnachweis: „Krüper Hahn und Henne schwarz (4).jpg“ von Pedalito, Lizenz CC0 (gemeinfrei), über Wikimedia Commons; für die Website verkleinert.
Stand: November 2026. Angaben aus mehreren Quellen abgeglichen; bei abweichenden Werten nennen wir den Rassestandard oder beide Angaben. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns gerne über das Anfrageformular unten.