Auch: „Tschüpperli“, „Gässerschnäpfli“
SchweizLegehuhnweißauch als Zwergformgefährdet
Das Appenzeller Spitzhaubenhuhn – im Appenzell liebevoll „Tschüpperli“ oder „Gässerschnäpfli“ genannt – ist eine von nur drei Schweizer Hühnerrassen. Markenzeichen ist die schmale, nach vorne geneigte Federhaube, die an die Haube der Appenzeller Tracht erinnert.

Richtwerte laut Rassestandard; Leistungen hängen von Linie, Fütterung und Haltung ab.
Die Ursprünge sind unbekannt; die Rasse wird seit Jahrhunderten im Alpenraum gehalten und soll mit den Brabantern sowie den französischen La Flèche und Crèvecœur verwandt sein. Im 20. Jahrhundert blieb sie nur im Appenzell erhalten und war um 1950 beinahe ausgestorben. 1983 nahm sich die Stiftung ProSpecieRara der Rasse an: Schon im ersten Jahr schlüpften 230 Küken, aus denen 19 Zuchtgruppen gebildet wurden.
Leichtes Landhuhn mit walzenförmigem Rumpf, Hörnerkamm („zwei Hörnchen“), kleinen Kehllappen, blauen Läufen und bläulich-weißen Ohrscheiben. Junghähne erkennt man ab der 8. bis 9. Lebenswoche an den Hörnchen und den größeren Kehllappen.
Perfekt an das Bergklima angepasst: Dank des kleinen Kamms kaum frostempfindlich, klettert gut und fliegt ausgezeichnet – Spitzhauben übernachten gern auf Bäumen, sogar im Winter. Sie brauchen Auslauf und einen hohen Zaun oder ein überdachtes Gehege. Im ersten Jahr legen sie rund 150 weiße Eier; der Bruttrieb ist gering.
Stand: November 2026. Angaben aus mehreren Quellen abgeglichen; bei abweichenden Werten nennen wir den Rassestandard oder beide Angaben. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns gerne über das Anfrageformular unten.