Auch: Nordholländisches Huhn, Noord-Hollandse Blauwe
NiederlandeZwiehuhncreme bis hellbraunauch als Zwergformeinsteigerfreundlichgefährdet
Das Nordholländische Huhn – meist Nordholländer Blaue genannt – entstand um 1900 in der Gegend von Purmerend bei Amsterdam. Es ist die Schwesterrasse des Niederrheiners.

Richtwerte laut Rassestandard; Leistungen hängen von Linie, Fütterung und Haltung ab.
Gezüchtet wurde die Rasse, um Amsterdam – vor allem die jüdische Gemeinde der Stadt – mit weißem Hühnerfleisch zu versorgen. Grundlage waren belgische Mechelner, die mit einheimischen Hühnern gekreuzt wurden, weil sie mit den rauen Bedingungen in Nordholland schlecht zurechtkamen. Den Standard legte 1934 der Züchterclub fest, 1950 übernahm ihn der niederländische Geflügelzüchterverband. Nach dem Zweiten Weltkrieg verdrängten schneller wachsende amerikanische Rassen die Nordholländer; der letzte große Betrieb schloss 1977. Züchter vom linken Niederrhein nutzten die Rasse Anfang des 20. Jahrhunderts als Basis für den Niederrheiner.
Kräftiges, schweres Huhn, ausschließlich gesperbert. In den Niederlanden sind die Läufe unbefiedert, nach britischem Standard leicht befiedert.
Ruhige, zutrauliche Tiere. Die Legeleistung wird sehr unterschiedlich angegeben – von rund 140 bis 240 Eiern im Jahr; die hellbraunen Eier wiegen etwa 57 g.
Bildnachweis: „Nhblauw hen.jpg“ von Arie M. den Toom, Lizenz CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons; für die Website verkleinert.
Stand: November 2026. Angaben aus mehreren Quellen abgeglichen; bei abweichenden Werten nennen wir den Rassestandard oder beide Angaben. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns gerne über das Anfrageformular unten.