Auch: Sulmtaler Huhn
ÖsterreichZwiehuhncreme bis hellbraunauch als Zwergformeinsteigerfreundlichgefährdet
Das Sulmtaler Huhn ist der schwere Schlag des steirischen Landhuhns aus dem Sulmtal in der Südsteiermark. Es ist im österreichischen Register der Traditionellen Lebensmittel eingetragen und war 2023 „Nutztier des Jahres“.

Richtwerte laut Rassestandard; Leistungen hängen von Linie, Fütterung und Haltung ab.
Das „Steirerhuhn“ wird seit dem 14. Jahrhundert wegen seiner Fleisch- und Legeleistung erwähnt. Steirische Kapaune gingen im 17. bis 19. Jahrhundert an Fürsten- und Kaiserhöfe – zur Krönung Napoleons 1804 sollen 150 Kapaune und 50 Hühner aus der Steiermark bestellt worden sein. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefährdeten Einkreuzungen von Cochin, Dorking, Houdan, Brahma und Langschan den ursprünglichen Typ; um 1900 züchtete Armin Arbeiter ihn in rund sieben Jahren zurück und nannte ihn „Sulmtaler“. Nach der Schließung der Zuchtanstalt Dornegg 1957 ging der Bestand stark zurück, seit Ende der 1980er-Jahre wird die Rasse wieder gezüchtet. 2007 nahm Slow Food sie in die „Arche des Geschmacks“ auf.
Schweres, kräftiges Zweinutzungshuhn mit mittelhohem Stand, weißem Untergefieder und kleinem Schopf (bei Hennen ausgeprägter). Der Wickelkamm – von oben S-förmig – ist nur bei den steirischen Rassen zulässig. Hennen sind weizenfarbig; Hähne haben kastanienbraunen Rücken und Schopf, Brust, Bauch und Schwanz glänzen dunkelgrün.
Robust, wetterhart und frohwüchsig; trotz ihres Gewichts fliegen Sulmtaler recht gut. Sie suchen ihr Futter gern selbst und verwerten es sehr gut. Typisch sind Eier mit intensiv safrangelbem Dotter. Bei einer Legeleistungserfassung des BDRG-Geflügelhofs (2019/20) legten Sulmtaler im Schnitt 142 Eier mit rund 61 g.
Stand: November 2026. Angaben aus mehreren Quellen abgeglichen; bei abweichenden Werten nennen wir den Rassestandard oder beide Angaben. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns gerne über das Anfrageformular unten.